Maria Störk

   

Maria Störk wurde 1954 in Ravensburg geboren, wuchs in Laupheim auf und wohnt seit 1985 mit ihrem Mann und ihren zwei erwachsenen Kindern in Beuren in der Marktgemeinde Pfaffenhofen.
1999 wurde eines ihrer Gedichte in einer Anthologie der Nationalbibliothek des deutschen Gedichts veröffentlicht. 2000 schrieb sie ein Buch mit Kindergeschichten in einer ersten Auflage.
Seit langer Zeit sind Gedichtvorträge und das Theaterspielen für sie ein unverzichtbares Freizeitvergnügen. Mit der Gruppe „Krauthäfa” tritt sie seit Jahren mit großem Erfolg vor begeistertem Theaterpublikum im Weißenhorner Stadttheater als Spielleiterin und Darstellerin mit ihren selbstverfassten Sketchen auf. Diese Spielgruppe hat es sich zur  Aufgabe gemacht, schwäbische Theaterstücke mit Wortwitz und Hintersinn zu spielen – eben genau so wie das Leben ist.
Und so hält sie es auch mit ihren Gedichten und Geschichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Bibliographie

Ich sollte in´s Internat ....

In den Jahren 1919 – 1997 lebte im Kloster Obermarchtal der Konvent der Schwestern  von der Heimsuchung  Mariä. Sieben Schuljahre verbrachte  ich in dem Mädchenpensionat. Die Schwestern  begleiteten mich in dieser Zeit des Erwachsenwerdens. Nach meinem  Ausscheiden aus dem Internat blieb ich all die vergangenen Jahrzehnte  eng mit den Schwestern  verbunden. Eines Tages beschloss ich, nicht nur den Zeitgeist der damaligen  Institution „Schule“ aufzuschreiben, sondern  ebenfalls das „Drumherum“. Dieses Buch, das ich allen Schwestern  der Heimsuchung  Mariä widme, soll einen Einblick in vergangene Zeiten der 60er- und 70er-Jahre  geben.  Es kann aber nur eine Dokumentation aus subjektiver Sicht sein. Meine eigenen  Empfindungen  und die der beteiligten  Mädchen  können  nicht das widerspiegeln, was andere  Schülerinnen dieses Internats während ihres Aufenthaltes empfunden haben.  Und dennoch werden viele erwähnte Begebenheiten bei ehemaligen Zöglingen Erinnerungen  wecken,  die ihnen unvergesslich bleiben. Viel Erlebtes hatte  ich noch sehr gut in Erinnerung und auch schriftliche Unterlagen  unterstützten mich bei diesem Vorhaben.  Trotzdem nahm  ich zwei ehemalige Internatsschülerinnen mit ins Boot. Immer wieder kreuzten sich unsere Wege. Und so war es selbstverständlich,  dass diese mich tatkräftig  mit ihren Erinnerungen  unterstützten.

Für jüngere Generationen mag der Inhalt des Buches der Eintritt in eine andere  Welt sein. Aber für mich war dieser Zeitgeist damals die absolute  Normalität.

Ein Jahr hat viele Geschichten

Es isch dia entwaffnende Ehrlichkeit und dia anstrengende Schpontanität von Kender, dia mi so beeinflusst hôtt, Episoda und Gedanka meiner Kender in Schriftform fescht zom halta. Denn sonscht wär des alles längscht vrgessa.

Dr oi macht eaba viel Bilder und Videos von seiner Familie. Und i schreib des Zuigs halt am liabschta auf.

Dia Gschichtla und Gedichtla send illustriert mit zum Thema passende Zoichnunga von Norbert Riggenmann und koloriert von Hans-Jörg Egenrieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Auszug aus ihrem Schaffen

 

In unserem Leaba hott älles sei Zeit,
Zeit zum Wachsa, und Zeit zum Vrganga.

Älles hott sei Zeit…………….

Um uns drom rom hott älles sei Zeit,
im Weltraum dussa und bei de Leut.
Jedoch dr Rhythmus auf unsrer Welt
lauft noch de Menscha und ihrem Geld.
Wer lauter schreit und zahlt am meischta,
der ka sich oifach alles leischta.

Des G’setz allerdings von Mutter Natur,
des lauft noch seiner oigna Uhr.
Nix goht mit bscheißa oder drugga,
d’Natur duat sich vor niamed bugga.
So tickt dr Zoiger Dag für Dag!
Au wenn ma s’Ticka gar net mag,
kommt unentwegt und pausalos
dia Lebenslast kloi oder groß,
bringt guate und au schlechte Stonda,
ma reißt uns kloine oder große Wonda.
Bergauf, bergab, mol Hüh, mol Hott,
bewältigt ma den Alltagstrott.

Guat ischs, dass älles hott sei Zeit,
im Weltraum dussa und bei uns Leut.

Mehr unter www.mariastoerk.de