Peter Semmlin

   

Peter Semmlin leitete die Matzenhofer Schwabengilde zehn Jahre lang als 1. und 2. Gildemeister. (2003-2013)

Er war bei der Gilde nicht nur im Amt als Gildemeister tätig. Sein Aufgabengebiet ist nach wie vor sehr vielseitig.

Nicht nur als Poet, sondern als Musiker bei den „Grauen Lumpen“ bereichert er jedes Poetentreffen in Illertissen. Seine selbst gezeichneten Bilder, Plakate und Urkunden faszinieren. Für den Poetenweg schnitzte er in Holz die Wegweiser zum Pfad in Matzenhofen. Er ist Sänger, leidenschaftlicher Sammler von allerlei Gegenständen aus den vorigen Jahrhunderten. Sein Gespür für das Besondere bei Kunstgegenständen ist untrüglich.

Am 12. Mai 2017 wurde er durch Dr. Theo Waigel zum Ehrenpoeten ernannt.

Die natürlich von ihm selbst mit Tusche und Feder geschriebene Urkunde nahm er im Weißenhorner Stadttheater anlässlich unseres 40-jährigen Bestehens wohlverdient entgegen

 

Bibliographie

 

 Diesen Gedichtband habe ich zum Trutz der schleichenden Erosion der Mundarten, in inniger Verbundenheit und Zuneigung zum schwäbischen Dialekt und dem Wunsch nach dessen Beständigkeit, für alle, die schwäbisch nicht für einen Gendefekt halten, den es mentalitätsfremd ausgedrückt - "koste es was es wolle" - auszumerzen gilt, verfasst.

Auszug aus seinem Schaffen

 

 

Eigenlob

I will mi it grad selber loba,

doch s’oine muaß i sa.

I bi it grad so liaderlich

als wia de oine Ma!

I hau schier koine Laschtr,

i mach it d’Mädla a.

I spiel it mol Canaschtr

ond sauf mr nia oin a!

Au s’Raucha ond recht liadrig sei,

des isch bei Gott mir fremd.

I hau a reina Weschte a

ond dront a saubers Hemd.

Bloß ois vielleicht, wenn überhaupt,

soddesch was Schlechtes heara,

wenn‘s au von mir schier koiner glaubt –

i liag halt furchbar geara!